UFA U-Raigras AR ist eine auflaufstarke Übersaatmischung für sehr intensive Italienisch-Raigras-Lagen. Sie besteht aus Italienischem Raigras, Bastard-Raigras und Englischem Raigras. Diese Mischung eignet sich besonders gut für Frühjahresübersaaten, um durch Winterschäden entstandene Lücken schnell zu schliessen.
- Diese Mischung eignet sich für Übersaaten in intensiv bewirtschafteten Naturwiesen und mehrjährigen Kunstwiesen, die hauptsächlich geschnitten werden. Jährlich kann bis zu 5-mal gemäht werden.
- Die Gülleverträglichkeit dieser Übersaatmischung ist sehr gut.
- Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
- Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese schnellwachsenden und konkurrenzstarken Sorten bestocken sehr gut und bilden besonders dichte, trittfeste Bestände. Bei Frühjahrsübersaaten ist der frühe Wachstumsbeginn dieser Sorten ein grosser Vorteil.
- Übersaaten sind Bestandteil einer nachhaltigen Naturwiesenbewirtschaftung. Wenn Wiesen nicht regelmässig erneuert werden oder von Zeit zu Zeit absamen können, lohnt es sich in einer Flächenrotation jährlich einen Teil der Flächen zu übersäen. So wird das Risiko von Ertragsverlusten und hohen Regenerationskosten durch Übersaat und Arbeit minimiert.
- Jeder schlechte Futterbaubestand hat seine Geschichte. Diese gilt es zu erkennen und künftig zu vermeiden.
- Der optimale Zeitpunkt einer Übersaat ist standort- und witterungsabhängig. Entweder wird früh im Frühling, sobald der Boden befahren werden kann, oder im Spätsommer, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nicht mehr so hoch sind, eine Übersaat gesät.
- Erfolgreiche Übersaaten sind gut zu planen. Verfilzte Bestände müssen Ende Sommer meist mehrmals intensiv gestriegelt werden, so dass Platz für neue Pflanzen entsteht. Das ausgestriegelte Altmaterial muss oftmals abgeführt werden, damit die Neusaat nicht behindert wird.
- Passt der Saatzeitpunkt mit anschliessendem Niederschlag zusammen, können verschiedene Saatverfahren einer Übersaat erfolgreich sein. Am sichersten ist jedoch die flache Drillsaat mit einer Saatablage 1-2cm in den Boden. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Vielfach reicht die Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
- Nach der Saat sind die Folgenutzungen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Damit die Sämlinge vom Altbestand nicht überwachsen werden und genügend Licht und Platz haben, müssen die Folgeschnitte zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Kreiselheuer, Kreiselschwader und Pickup dürfen dabei nicht zu tief eingestellt werden.
- Auf eine Stickstoffdüngung ist vor und bis zur ersten Nutzung nach der Übersaat zu verzichten.
- Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.