UFA U-440 AR Highspeed® BIO-Anteil ist eine breit einsetzbare Übersaatmischung für raigrasfähige Lagen mit Weissklee, sehr frühreifen und frühreifen Englisch Raigras Sorten, sowie Wiesenrispe Highspeed®. Diese Kombination ermöglicht ein sehr breites Einsatzgebiet in Wiesen- und Weidebeständen.
- Diese Mischung ist für Übersaaten in Naturwiesen, Weiden und mehrjährigen Kunstwiesen aller Verwendungszwecke (Weide, Eingrasen, Silage und Dürrfutter) geeignet.
- Übersaatmischungen sind ähnlich zusammengestellt wie die entsprechenden Mischungen, die als Neusaat ausgesät werden. In den U-Mischungen sind lediglich diejenigen Arten und Sorten berücksichtig, die es für einen dauerhaften Erfolg von Übersaaten auch braucht.
- Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
- Diese Mischung ist feinblättrig und blattreich. Dies macht sie sehr nutzungselastisch in allen Schnitten.
- Eine intensive Schnitt- und Weidenutzung ist mit dieser Mischung problemlos möglich. Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist sehr gut.
- Für trockene Gebiete ist diese Mischung weniger geeignet. Sie hat kaum tiefwurzelnde Pflanzen und ist deswegen auf regelmässige Niederschläge angewiesen.
- Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese Sorten entwickeln sich im Frühjahr sehr schnell, bestocken sehr gut und bilden besonders dichte, robuste und trittfeste Bestände. Ihre Frühreife ermöglicht zudem einen zeitigen Weidestart im Frühjahr. Bei Frühjahrsübersaaten ist insbesondere auch der frühe Wachstumsbeginn dieser Sorten ein Vorteil.
- Wiesenrispe hat eine lange Keimdauer von 14-28 Tagen. Darum ist sie bei der Anfangsentwicklung konkurrenzschwach. Mit der Highspeedbehandlung wird die Keimdauer um bis zu 10 Tagen beschleunigt. So wird die Wiesenrispe in ihrer Jugendentwicklung unterstützt, damit sie sich ausreichend im Bestand etablieren kann.
- Übersaaten sind Bestandteil einer nachhaltigen Naturwiesenbewirtschaftung. Wenn Wiesen nicht regelmässig erneuert werden können, lohnt es sich in einer Flächenrotation jährlich einen Teil der Flächen zu übersäen. So wird das Risiko von Ertragsverlusten und hohen Regenerationskosten durch Übersaat und Arbeit minimiert.
- Jeder schlechte Futterbaubestand hat seine Geschichte. Diese gilt es zu erkennen und künftig zu vermeiden.
- Der optimale Zeitpunkt einer Übersaat ist standort- und witterungsabhängig. Entweder wird früh im Frühling, sobald der Boden befahren werden kann, oder im Spätsommer, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nicht mehr so hoch sind, eine Übersaat gesät.
- Die Zusammensetzung mit Englischem Raigras, Wiesenrispe Highspeed® und Weissklee erlaubt diese Mischung sowohl im Frühjahr zum Auffüllen von Lücken im Bestand, wie auch für Bestandeskorrekturen im Herbst einzusetzen.
- Erfolgreiche Übersaaten sind gut zu planen. Verfilzte Bestände müssen Ende Sommer meist mehrmals intensiv gestriegelt werden, so dass Platz für neue Pflanzen entsteht. Das ausgestriegelte Altmaterial muss oftmals abgeführt werden, damit die Neusaat nicht behindert wird.
- Passt der Saatzeitpunkt mit anschliessendem Niederschlag zusammen, können verschiedene Saatverfahren einer Übersaat erfolgreich sein. Am sichersten ist jedoch die flache Drillsaat mit einer Saatablage 1-2cm in den Boden. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Vielfach reicht die Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
- Nach der Saat sind die Folgenutzungen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Damit die Sämlinge vom Altbestand nicht überwachsen werden und genügend Licht und Platz haben, müssen die Folgeschnitte zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Kreiselheuer, Kreiselschwader und Pickup dürfen dabei nicht zu tief eingestellt werden.
- Auf eine Stickstoffdüngung ist vor und bis zur ersten Nutzung nach der Übersaat zu verzichten.
- Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.