Die Mischung UFA U-Englisch Raigras AR ist eine breit einsetzbare und auflaufstarke Übersaatmischung bestehend aus drei Englisch Raigras Sorten unterschiedlicher Frühreifegruppen. Diese Mischung eignet sich für Bestände, wo nur Englisches Raigras regelmässig nachgesät werden soll oder für frühe Frühjahrsübersaaten, wo Bestandeslücken schnell geschlossen werden müssen, um den Ertrag der nächsten Schnitte abzusichern.
- Diese Mischung ist für Übersaaten in Naturwiesen, Weiden und mehrjährigen Kunstwiesen aller Verwendungszwecke (Weide, Eingrasen, Silage und Dürrfutter) geeignet.
- Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
- Englisches Raigras hat eine zügige Jugendentwicklung und ist konkurrenzstark. Diese Mischung ist daher besonders geeignet, um durch Winterschäden entstandene Lücken im frühen Frühjahr zu schliessen und so kurzfristig die drohenden Ertragsausfälle zu reduzieren.
- Eine intensive Schnitt- und Weidenutzung ist mit Englischem Raigras problemlos möglich. Die Gülleverträglichkeit ist sehr gut.
- Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese Sorten entwickeln sich im Frühjahr sehr schnell, bestocken sehr gut und bilden besonders dichte, trittfeste Bestände. Ihre Frühreife ermöglicht zudem einen zeitigen Weidestart im Frühjahr. Bei Frühjahrsübersaaten ist insbesondere auch der frühe Wachstumsbeginn dieser Sorten ein Vorteil.
- Damit die Winterfeuchte und die Konkurrenzkraft optimal genutzt werden können, ist die Frühlingssaat, sobald der Boden befahrbar ist, auszuführen. So werden offene Lücken schnell geschlossen und mitaufwachsendes Unkraut überwachsen.
- Passt der Saatzeitpunkt mit anschliessendem Niederschlag zusammen, können verschiedene Saatverfahren einer Übersaat erfolgreich sein. Am sichersten ist jedoch die flache Drillsaat mit einer Saatablage 1-2cm in den Boden. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Vielfach reicht die Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
- Nach der Saat sind die Folgenutzungen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Damit die Sämlinge vom Altbestand nicht überwachsen werden und genügend Licht und Platz haben, müssen die Folgeschnitte zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Kreiselheuer, Kreiselschwader und Pickup dürfen dabei nicht zu tief eingestellt werden.
- Auf eine Stickstoffdüngung ist vor und bis zur ersten Nutzung nach der Übersaat zu verzichten.
- Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.