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UFA U-440 AR Gras HS

UFA U-440 AR Gras Highspeed®: Übersaatmischung ohne Klee für dichte Mäh- und Weidebestände und auch für Pferdeweiden mit Englischem Raigras und Wiesenrispe Highspeed®

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Detaildaten

Anbauempfehlung
Gülleverträglichkeit
gut
Weide
sehr gut geeignet
Eingrasen/ Grünfutter
mittel geeignet
Silage
sehr gut geeignet
Dürrfutter
sehr gut geeignet
Eignung für frische und feuchte Gebiete
gut geeignet
Eignung für trockene, durchlässige Böden
mittel geeignet
Eignung für futterwüchsige Gebiete
gut geeignet
Verwendung
Übersaatmischung
Saatmenge bei optimalem Saatzeitpunkt (kg/ha)
20
optimale Anzahl Nutzungen/Jahr
5
Lage
Raigrasfähig
Saatzeitpunkt bis
Mitte September
Zusammensetzung
Englisches Raigras 4n früh
60 g/a
Englisches Raigras 4n sehr früh AR
60 g/a
Wiesenrispe Highspeed
70 g/a
Agronomische Eigenschaften
Überwinternd / Winterhart
Ja
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Beschreibung

Die Mischung UFA U-440 AR Gras Highspeed® ist eine breit einsetzbare Übersaatmischung ohne Klee für raigrasfähige Lagen mit sehr frühreifen und frühreifen Englisch Raigras Sorten, sowie Wiesenrispe Highspeed®. Diese Kombination ermöglicht ein sehr breites Einsatzgebiet in Wiesen- und Weidebeständen, wo kein zusätzlicher Klee erwünscht ist. Auch für Übersaaten in Pferdeweiden ist diese Mischung somit sehr gut geeignet.

  • Diese Mischung ist für Übersaaten in Naturwiesen, Weiden und mehrjährigen Kunstwiesen aller Verwendungszwecke (Weide, Eingrasen, Silage und Dürrfutter) geeignet. Sie eignet sich auch für Übersaaten in Pferdeweiden.
  • Übersaatmischungen sind ähnlich zusammengestellt wie die entsprechenden Mischungen, die als Neusaat ausgesät werden. In den U-Mischungen sind lediglich diejenigen Arten und Sorten berücksichtig, die es für einen dauerhaften Erfolg von Übersaaten auch braucht.
  • Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
  • Diese Mischung ist feinblättrig und blattreich. Dies macht sie sehr nutzungselastisch in allen Schnitten.
  • Eine intensive Schnitt- und Weidenutzung ist mit dieser Mischung problemlos möglich. Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist sehr gut.
  • Für trockene Gebiete ist diese Mischung weniger geeignet. Sie hat kaum tiefwurzelnde Pflanzen und ist deswegen auf regelmässige Niederschläge angewiesen.
  • Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese Sorten entwickeln sich im Frühjahr sehr schnell, bestocken sehr gut und bilden besonders dichte, robuste und trittfeste Bestände. Ihre Frühreife ermöglicht zudem einen zeitigen Weidestart im Frühjahr. Bei Frühjahrsübersaaten ist insbesondere auch der frühe Wachstumsbeginn dieser Sorten ein Vorteil.
  • Wiesenrispe hat eine lange Keimdauer von 14-28 Tagen. Darum ist sie bei der Anfangsentwicklung konkurrenzschwach. Mit der Highspeedbehandlung wird die Keimdauer um bis zu 10 Tagen beschleunigt. So wird die Wiesenrispe in ihrer Jugendentwicklung unterstützt, damit sie sich ausreichend im Bestand etablieren kann.
  • Übersaaten sind Bestandteil einer nachhaltigen Naturwiesen- und Weidebewirtschaftung. Stark beanspruchte Weiden sollten jährlich übersät werden, so dass vorhandene Lücken nicht durch Unkräuter besiedelt werden. Auch bei Wiesen, die nicht regelmässig erneuert werden können, lohnt es sich in einer Flächenrotation jährlich einen Teil der Flächen zu übersäen. So wird das Risiko von Ertragsverlusten und hohen Regenerationskosten durch Übersaat und Arbeit minimiert.
  • Jeder schlechte Futterbaubestand hat seine Geschichte. Diese gilt es zu erkennen und künftig zu vermeiden.
  • Der optimale Zeitpunkt einer Übersaat ist standort- und witterungsabhängig. Entweder wird früh im Frühling, sobald der Boden befahren werden kann, oder im Spätsommer, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nicht mehr so hoch sind, eine Übersaat gesät.
  • Die Zusammensetzung mit Englischem Raigras und Wiesenrispe Highspeed® erlaubt diese Mischung sowohl im Frühjahr zum Auffüllen von Lücken im Bestand, wie auch für Bestandeskorrekturen im Herbst einzusetzen.
  • Erfolgreiche Übersaaten sind gut zu planen. Verfilzte Bestände müssen Ende Sommer meist mehrmals intensiv gestriegelt werden, so dass Platz für neue Pflanzen entsteht. Das ausgestriegelte Altmaterial muss oftmals abgeführt werden, damit die Neusaat nicht behindert wird.
  • Passt der Saatzeitpunkt mit anschliessendem Niederschlag zusammen, können verschiedene Saatverfahren einer Übersaat erfolgreich sein. Am sichersten ist jedoch die flache Drillsaat mit einer Saatablage 1-2cm in den Boden. In jedem Fall anschliessend walzen.
  • Vielfach reicht die Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
  • Nach der Saat sind die Folgenutzungen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Damit die Sämlinge vom Altbestand nicht überwachsen werden und genügend Licht und Platz haben, müssen die Folgeschnitte zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Kreiselheuer, Kreiselschwader und Pickup dürfen dabei nicht zu tief eingestellt werden.
  • Auf eine Stickstoffdüngung ist vor und bis zur ersten Nutzung nach der Übersaat zu verzichten.
  • Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.
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