UFA U-240 AR Highspeed® ist eine Übersaatmischung für Wiesen mit Italienischem Raigras. Sie besteht aus Weissklee, Italienischem Raigras, Bastard-Raigras, Englischem Raigras und Wiesenrispe Highspeed®. Diese Übersaatmischung läuft sehr schnell auf und kann daher bestehende Lücken schnell schliessen. Zudem ist sie sehr konkurrenzstark gegenüber Filzgräsern oder anderen Unkräutern.
- Diese Mischung eignet sich für Übersaaten in intensiv bewirtschafteten Naturwiesen und mehrjährigen Kunstwiesen, die hauptsächlich geschnitten werden. Jährlich kann bis zu 5-mal gemäht und 4-bis 5-mal gegüllt werden. Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist sehr gut.
- Übersaatmischungen sind ähnlich zusammengestellt wie die entsprechenden Mischungen, die als Neusaat ausgesät werden. In den U-Mischungen sind lediglich diejenigen Arten und Sorten berücksichtig, die es für einen dauerhaften Erfolg von Übersaaten auch braucht.
- Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
- Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese schnellwachsenden und konkurrenzstarken Sorten bestocken sehr gut und bilden besonders dichte, trittfeste Bestände. Darum sind sie bei Übersaaten besonders geeignet.
- Wiesenrispe hat eine lange Keimdauer von 14-28 Tagen. Darum ist sie bei der Anfangsentwicklung konkurrenzschwach. Mit der Highspeedbehandlung wird die Keimdauer um bis zu 10 Tagen beschleunigt. So wird die Wiesenrispe in ihrer Jugendentwicklung unterstützt, damit sie sich ausreichend im Bestand etablieren kann.
- Übersaaten sind Bestandteil einer nachhaltigen Naturwiesenbewirtschaftung. Wenn Wiesen nicht regelmässig erneuert werden oder von Zeit zu Zeit absamen können, lohnt es sich in einer Flächenrotation jährlich einen Teil der Flächen zu übersäen. So wird das Risiko von Ertragsverlusten und hohen Regenerationskosten durch Übersaat und Arbeit minimiert.
- Jeder schlechte Futterbaubestand hat seine Geschichte. Diese gilt es zu erkennen und künftig zu vermeiden.
- Der optimale Zeitpunkt einer Übersaat ist standort- und witterungsabhängig. Entweder wird früh im Frühling, sobald der Boden befahren werden kann, oder im Spätsommer, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nicht mehr so hoch sind, eine Übersaat gesät.
- Erfolgreiche Übersaaten sind gut zu planen. Verfilzte Bestände müssen Ende Sommer meist mehrmals intensiv gestriegelt werden, so dass Platz für neue Pflanzen entsteht. Das ausgestriegelte Altmaterial muss oftmals abgeführt werden, damit die Neusaat nicht behindert wird.
- Passt der Saatzeitpunkt mit anschliessendem Niederschlag zusammen, können verschiedene Saatverfahren einer Übersaat erfolgreich sein. Am sichersten ist jedoch die flache Drillsaat mit einer Saatablage 1-2cm in den Boden. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Vielfach reicht die Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
- Nach der Saat sind die Folgenutzungen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Damit die Sämlinge vom Altbestand nicht überwachsen werden und genügend Licht und Platz haben, müssen die Folgeschnitte zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Kreiselheuer, Kreiselschwader und Pickup dürfen dabei nicht zu tief eingestellt werden.
- Auf eine Stickstoffdüngung ist vor und bis zur ersten Nutzung nach der Übersaat zu verzichten.
- Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.