UFA Luzerne Duo GOLD
UFA Luzerne Duo GOLD: Dreijährige reine Luzerne-Mischung mit zwei verschiedenen Sorten geimpfter Luzerne und ohne Gräser. Luzerne-Reinbestände können nur in optimalen Luzernelagen und unter optimaler Bewirtschaftung ihr volles Ertragspotential ausschöpfen.
Detaildaten
Allgemein
Lateinischer Name
Medicago sativa
Anbauempfehlung
Gülleverträglichkeit
schlecht
Weide
bedingt geeignet
Eingrasen/ Grünfutter
bedingt geeignet
Silage
sehr gut geeignet
Dürrfutter
bedingt geeignet
Eignung für frische und feuchte Gebiete
nicht geeignet
Eignung für trockene, durchlässige Böden
gut geeignet
Eignung für futterwüchsige Gebiete
bedingt geeignet
Nutzungsdauer
3 Jahre (Aussaatjahr plus zwei Hauptnutzungsjahre)
Saatmenge bei optimalem Saatzeitpunkt (kg/ha)
25
optimale Anzahl Nutzungen/Jahr
4
Lage
Raigrasfähig + nicht Raigrasfähig
Saatzeitpunkt bis
Ende August
Zusammensetzung g/are
Luzerne
250
Agronomische Eigenschaften
Überwinternd / Winterhart
Ja
Beschreibung
Die Mischung UFA Luzerne Duo GOLD ist eine reine Luzernemischung aus verschiedenen, sich ergänzenden Luzernesorten. Zielbestand ist 100% Luzerne. Luzerne liefert sehr gut verdauliche Struktur und sehr hohe Rohproteingehalte. Luzerne-Reinbestände sind im Silo schwer zu konservieren, meist fehlt der für die Gärung benötigte Zucker.
- Die Luzerne eignet sich für trockene Gebiete mit tiefgründigen, gut durchlässigen Böden mit einem neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert. Vier Jahresnutzungen sind ideal, eine Stickstoffdüngung ist nicht erforderlich. Luzerne eignet sich für raigrasfähige wie auch für nicht raigrasfähige Lagen.
- Die Nutzungsdauer dieser dreijährigen Mischung ist das Saatjahr plus zwei Hauptnutzungsjahre.
- Die Mischung von zwei, sich ergänzenden Luzernesorten führt zu mehr Ertragssicherheit und robusteren Luzernebeständen.
- Luzerne verfügt dank einem tiefen Wurzelwerk (4m und tiefer) über eine gute Trocken- und Hitzetoleranz.
- Luzerne verzeiht keine Bewirtschaftungsfehler, fällt die Luzerne aus, muss die Mischung umgebrochen werden.
- Zur Saat und allenfalls im Frühling kann eine Stickstoffdüngung angebracht sein. In jedem Fall muss bei P, K und Mg die Normdüngung unbedingt eingehalten werden.
- Reine Luzerne eignet sich sehr gut zur künstlichen Trocknung. Sie kann auch siliert, wobei der tiefe Zuckergehalt beachtet werden muss, oder in jungem Stadium grün verfüttert werden. Für die Beweidung oder als Dürrfutter ist sie weniger geeignet.
- Bei Nutzung im optimalen Stadium (Beginn Blüte) liefert die Luzerne hohe Mengen an Eiweiss.
- Bei 3-4 Jahresnutzungen bringt Luzerne viel gut verdauliche Struktur sowie hohe Protein- und TS-Erträge.
- Luzerne bevorzugt einen durchlässigen, tiefgründigen, warmen, kalkhaltigen und gut mit Phosphor und Kali versorgten Boden. Flachgründige Böden, Staunässe oder Verdichtungen erträgt sie sehr schlecht. Der pH-Wert muss im neutralen Bereich, bei 6.5-7.2 liegen.
- Die Luzerne wird in dieser Mischung mit Knöllchenbakterien geimpft, was im Namen «GOLD» erkennbar ist. Dies erhöht die Ertragssicherheit, da diese Knöllchenbakterien oder Rhizobien die Fähigkeit zur Umwandlung von Luftstickstoff in luzerneverfügbare N-Formen haben. Anders als beim Rot- und Weissklee gibt es von den passenden Bakterien in unseren Böden meist nicht genug, weshalb eine Impfung nötig ist.
- Ein Gülleeinsatz in Luzerne-Reinbestände ist kaum möglich.
- Um die Luzerne über die ganze Nutzungszeit zu erhalten, muss sie einmal pro Jahr bis zur Knospenbildung stehen gelassen werden, damit sie genügend Reserven für den Winter bilden kann. Zudem darf die Luzerne jeweils nicht tiefer als 8 cm geschnitten werden und sie muss gut nachgeschossen in den Winter geführt werden. Luzerne ist sehr anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen an den Standort und die Bewirtschaftung.
- Die ideale Saattiefe liegt bei 1-2cm in ein sehr gut bearbeitetes und abgesetztes Saatbett. Flach- und Streusaaten sind hitze- und trockenheitsanfällig und daher bei entsprechenden Saatterminen nicht zu empfehlen. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Der ideale Aussaattermin dieser Mischung ist ab Anfangs April bis Mitte August. Luzerne muss genügend stark eingewintert werden.
- Weitere Informationen zum Luzerneanbau sind im Merkblatt 14 «Luzerne: Königin der Futterpflanzen» der AGFF zu finden.