UFA 320 GOLD
UFA 320 GOLD: Dreijährige Luzerne-Gras-Mischung mit geimpfter Luzerne, Mattenklee, Bastard-Raigras, Knaulgras und Timothe. Gute Trockentoleranz und hohe TS-Erträge mit ausgeglichenen Nährstoffgehalten.
Detaildaten
Beschreibung
Die Mischung UFA 320 GOLD ist eine dreijährige Futterbaumischung mit Luzerne, Mattenklee, Bastard-Raigras, Knaulgras und Timothe. Die Kombination von Luzerne mit Bastard-Raigras verspricht hohe TS-Erträge mit ausgewogenen Nährstoffgehalten und eignet sich für gelegentlich trockene bis trockene Gebiete. Ziel ist ein Luzerneanteil von ca. 75%. Dank des Bastard-Raigras kann der Kleeanteil mit Stickstoffdünger und entsprechender Schnittstrategie gut gesteuert werden. Diese Mischung eignet sich für raigrasfähige Lagen wie auch für Raigras-Grenzlagen.
- Die Nutzungsdauer dieser dreijährigen Mischung ist das Saatjahr plus zwei Hauptnutzungsjahre.
- Dank dem Knaulgras und dem hohen Luzerne- und Mattenkleeanteil hat diese Mischung eine gute Trockentoleranz.
- Dank des Bastard-Raigras bringt diese Mischung ausgewogene Klee-Grasbestände mit sehr hohen Erträgen und guter Siliereignung.
- Zur Saat und allenfalls im Frühling ist eine Stickstoffdüngung zu empfehlen. In jedem Fall muss bei P und K die Normdüngung eingehalten werden.
- Mischungen von Luzerne, Mattenklee und angepassten Gräsern sind robuster und weniger krankheitsanfällig als reine Luzerne.
- Luzerne kann kaum kompensieren, ist sie weg, fehlt eine starke Ertragskomponente in der Mischung. Darum muss während des ganzen Anbaus die Luzerne priorisiert behandelt werden.
- Diese Mischung eignet sich zum Eingrasen oder zum Silieren. Eine Beweidung oder die Konservierung als Dürrfutter ist aufgrund des hohen Luzerneanteils weniger zu empfehlen.
- Bei 3-4 Jahresnutzungen bringt diese Mischung viel gut verdauliche Struktur sowie hohe Protein- und TS-Erträge.
- Luzerne bevorzugt einen durchlässigen, tiefgründigen, warmen, kalkhaltigen und gut mit Phosphor und Kali versorgten Boden. Flachgründige Böden, Staunässe oder Verdichtungen erträgt sie sehr schlecht. Der pH-Wert muss im neutralen Bereich liegen.
- Die Luzerne wird in dieser Mischung mit Knöllchenbakterien geimpft, was im Namen «GOLD» erkennbar ist. Dies erhöht die Ertragssicherheit, da diese Knöllchenbakterien oder Rhizobien die Fähigkeit zur Umwandlung von Luftstickstoff in luzerneverfügbare N-Formen haben. Anders als beim Rot- und Weissklee gibt es von den passenden Bakterien in unseren Böden meist nicht genug, weshalb eine Impfung nötig ist.
- Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist schlecht.
- Um die Luzerne über die ganze Nutzungszeit zu erhalten, muss sie einmal pro Jahr bis zur Knospenbildung stehen gelassen werden, damit sie genügend Reserven für den Winter bilden kann. Zudem darf die Luzerne jeweils nicht tiefer als 8 cm geschnitten werden und sie muss gut nachgeschossen in den Winter geführt werden.
- Die ideale Saattiefe liegt bei 1-2cm, Flach- und Streusaaten sind hitze- und trockenheitsanfällig und daher bei entsprechenden Saatterminen nicht zu empfehlen. In jedem Fall anschliessend walzen.
- Der ideale Aussaattermin dieser Mischung ist ab Anfangs April bis Mitte August. Luzerne muss genügend stark eingewintert werden.
- Deckfrüchte sind bei Sommersaaten nicht zu empfehlen. Luzerne hat bereits eine schnelle Jugendentwicklung und ist zudem konkurrenzschwach in der Auflaufphase. Bei Frühjahressaaten sind Getreideeinsaaten oder Grünschnitthafer als Deckfrucht möglich.
- Weitere Informationen zum Luzerneanbau sind im Merkblatt 14 «Luzerne: Königin der Futterpflanzen» der AGFF zu finden.