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UFA Swiss Gras HS MS

UFA Swiss Gras Highspeed® MS: Vielseitige und ausdauernde Gräsermischung ohne Klee, mit Englischem Raigras, Knaulgras, Wiesenfuchsschwanz, Timothe, Wiesenschwingel, Rotschwingel und Wiesenrispe Highspeed®. Allrounderin für alle Lagen.

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Detaildaten

Anbauempfehlung
Gülleverträglichkeit
gut
Weide
mittel geeignet
Eingrasen/ Grünfutter
sehr gut geeignet
Silage
sehr gut geeignet
Dürrfutter
sehr gut geeignet
Eignung für frische und feuchte Gebiete
gut geeignet
Eignung für trockene, durchlässige Böden
bedingt geeignet
Eignung für futterwüchsige Gebiete
gut geeignet
Nutzungsdauer
>3 Jahre (Aussaatjahr plus drei und mehr Hauptnutzungsjahre)
Saatmenge bei optimalem Saatzeitpunkt (kg/ha)
35
optimale Anzahl Nutzungen/Jahr
3-5
Lage
Raigrasfähig + nicht Raigrasfähig
Saatzeitpunkt bis
Mitte September
Zusammensetzung g/are
Englisches Raigras 4n früh
20
Englisches Raigras 4n sehr früh AR
20
Knaulgras spät
30
Rotschwingel
30
Timothe
30
Wiesenfuchsschwanz
8
Wiesenfuchsschwanz Mantelsaat
52
Wiesenrispe Highspeed
70
Wiesenschwingel 2n
80
Agronomische Eigenschaften
Überwinternd / Winterhart
Ja
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Beschreibung

UFA Swiss Gras Highspeed® MS ist eine längerdauernde reine Gräsermischung für Neu- und Übersaaten, in denen explizit kein Klee erwünscht oder bereits genügend vorhanden ist. Sie besteht aus Englischem Raigras, Knaulgras, Wiesenfuchsschwanz, Timothe, Wiesenschwingel, Rotschwingel und Wiesenrispe Highspeed®. Dank der breiten Rezeptur kann sich diese vielseitige Gräsermischung ausgezeichnet dem Standort und der Bewirtschaftung anpassen. Auch auf Standorten mit Wechselwirkungen von sonnig-schattig oder trocken-feucht wird sie sich dank ihrer Anpassungsfähigkeit voll entwickeln können. Je nach Standort und Bodenart wird sich zum Englisch Raigras entweder der Wiesenfuchsschwanz oder das Knaulgras besonders etablieren. Sie ist auch in Raigras-Grenzlagen und in Höhenlagen einsetzbar. Beim Beweiden bringt das Mähweidesystem den nachhaltigsten Ertrag. Diese Mischung erträgt eine sehr intensive Nutzung, kann jedoch auch mittelintensiv bewirtschaftet werden.

  • Längerdauernde Mischungen werden idealerweise ab zwei Hauptnutzungsjahren bis zum allfälligen Überführen in eine Naturwiese angebaut.
  • Diese Mischung kann sowohl an raigrasfähigen wie auch an nicht raigrasfähigen Standorten angebaut werden. Dies macht sie zu einer breit einsetzbaren Mischung in normalen bis feuchten Lagen für Situationen, in denen nur Gräser gefragt sind.
  • Je nach Standort können 3-5 Schnittnutzungen pro Jahr geerntet werden.
  • Diese nutzungsflexible Mischung eignet sich sehr gut für alle Nutzungsarten. Beim Beweiden muss das Mähweidesystem angewendet werden. Knaulgras wie auch Wiesenfuchsschwanz benötigen immer wieder einen Schnitt. Die Produktion von Strukturheu ist bei entsprechender Schnittstrategie sehr gut möglich. Aufgrund des tiefen Raigras-Anteils ist diese Mischung auch für die Produktion von Pferdeheu eine interessante Option.
  • Diese Mischung ist mit Ausnahme des ersten Schnittes (Wiesenfuchsschwanz) relativ nutzungselastisch. Die blattreichen Folgeschnitte bleiben sehr nutzungselastisch.
  • Um hohe Futtererträge zu erreichen, ist eine ausreichende Düngung sehr wichtig. Insbesondere die fehlende Möglichkeit der Stickstofffixierung durch den Klee ist zu beachten. Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist sehr gut.
  • Die Jugendentwicklung braucht etwas Geduld, da diese Mischung einen reduzierten Anteil an schnellauflaufenden Arten aufweist. Frühe Säuberungsschnitte unterstützen die Jugendentwicklung.
  • Wiesenrispe hat eine lange Keimdauer von 14-28 Tagen. Darum ist sie bei der Anfangsentwicklung konkurrenzschwach. Mit der Highspeedbehandlung wird die Keimdauer um bis zu 10 Tagen beschleunigt. So wird die Wiesenrispe in ihrer Jugendentwicklung unterstützt, damit sie sich ausreichend im Bestand etablieren kann.
  • Um die Säbarkeit zu verbessern, wird ein Teil des Wiesenfuchsschwanzsaatguts ummantelt. Dies ist mit der Abkürzung MS (Mantelsaat) im Mischungsnamen gekennzeichnet.
  • Die ideale Saattiefe liegt bei 1-2cm. Flach- und Streusaaten sind hitze- und trockenheitsanfällig und daher bei entsprechenden Saatterminen nicht zu empfehlen. In jedem Fall anschliessend walzen.
  • Die Aussaat erfolgt ab Vegetationsbeginn bis Mitte September (Talgebiet), damit sich die langsameren Arten gut entwickeln können. Im Berggebiet entsprechend früher. Eine Aussaat während Hitzeperioden sollte vermieden werden, da kleine, auflaufende Pflänzchen in der starken Sonneneinstrahlung schnell verbrennen. So kann sich die Mischung nicht wie gewünscht entwickeln, sie bleibt lückig.
  • Diese Mischung eignet sich auch für Übersaaten sehr gut. Herbstübersaaten sind mit dieser Mischung insofern vorzuziehen, als sie nur einen geringen Anteil an schnellauflaufenden Gräser aufweist und der Konkurrenzdruck des Altbestands im Herbst tiefer ist.
  • Vor Herbstübersaaten müssen verfilzte Bestände intensiv gestriegelt werden, so dass Platz für neue Pflanzen entsteht. Das ausgestriegelte Altmaterial muss oftmals abgeführt werden, damit die Neusaat nicht behindert wird.
  • Bei Übersaaten reicht vielfach eine Saatmenge von 20kg/ha aus. Bei hohem Lückenanteil kann sie entsprechend erhöht werden.
  • Nach der Saat ist die folgende Nutzung entscheidend für den Erfolg der Übersaat. Eingesäte Flächen müssen zeitig geschnitten werden, so dass die jungen Pflänzchen wieder Platz und Licht erhalten.
  • Weitere Informationen zum Übersäen können dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.
  • Weitere Informationen können dem Übersaatenflyer und dem AGFF-Merkblatt 5 «Wiesenverbesserung» entnommen werden.
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