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UFA 440 AR HS

UFA 440 AR Highspeed®: Längerdauernde, dichte und ausgewogene Gras-Weissklee-Weidemischung mit sehr frühreifem Englischem Raigras, Wiesenrispe Highspeed®, Timothe, Rotschwingel, Rotklee und Weissklee. Ideal zur Beweidung geeignet.

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Detaildaten

Anbauempfehlung
Gülleverträglichkeit
gut
Weide
sehr gut geeignet
Eingrasen/ Grünfutter
sehr gut geeignet
Silage
sehr gut geeignet
Dürrfutter
sehr gut geeignet
Eignung für frische und feuchte Gebiete
gut geeignet
Eignung für trockene, durchlässige Böden
mittel geeignet
Eignung für futterwüchsige Gebiete
gut geeignet
Nutzungsdauer
>3 Jahre (Aussaatjahr plus drei und mehr Hauptnutzungsjahre)
Saatmenge bei optimalem Saatzeitpunkt (kg/ha)
32
optimale Anzahl Nutzungen/Jahr
5
Lage
Raigrasfähig
Saatzeitpunkt bis
Mitte September
Zusammensetzung g/are
Englisches Raigras 4n früh
50
Englisches Raigras 4n sehr früh AR
50
Ackerklee 2n
10
Rotschwingel
50
Timothe
30
Weissklee grossblättrig
20
Weissklee kleinblättrig
10
Wiesenrispe Highspeed
100
Agronomische Eigenschaften
Überwinternd / Winterhart
Ja
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Beschreibung

UFA 440 AR Highspeed® ist eine längerdauernde Weidemischung mit Rotklee, Weissklee, sehr frühreifes Englisches Raigras, Timothe, Rotschwingel und Wiesenrispe Highspeed®. Frühreife Englisch Raigrastypen haben die Eigenschaft einer früheren und intensiveren Bestockung. Zusammen mit der Wiesenrispe, und dem Rotschwingel ergeben sich sehr dichtwachsende Weidebestände, die sich durch einen dichten und feinblättrigen Grasbestand auszeichnen. Das ausgewogene Klee-Gras-Verhältnis führt zu sehr schmackhaften, nutzungselastischen und ausgeglichenen Weideerträgen. Diese Mischung bringt ihre Vorteile vor allem als Weide, kann aber auch als Mähweide geschnitten werden.

  • Längerdauernde Mischungen werden idealerweise ab zwei Hauptnutzungsjahren bis zum allfälligen Überführen in eine Naturwiese angebaut.
  • Dank dem Ablöseprinzip erbringt diese Mischung über mehrere Nutzungsjahre einen guten Ertrag.
  • Sehr frühe Englisch Raigras Sorten aus Schweizer Züchtung werden im Mischungsnamen mit AR vermerkt. Diese Sorten bestocken intensiv und bilden besonders dichte, trittfeste Bestände. Ihre Frühreife ermöglicht zudem einen zeitigen Weidestart im Frühjahr.
  • Weidemischungen müssen schnell und intensiv bestocken, um einen dichten Weidebestand zu bilden. Darum müssen die ersten zwei bis drei Schnitte nach der Saat zeitig, im Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden. Während den Hauptnutzungsjahren fördert ein früher Weidebeginn bei Vegetationsstart zusätzlich die Bestockung.
  • Für trockene Gebiete ist diese Mischung weniger geeignet. Sie hat kaum tiefwurzelnde Pflanzen und ist deswegen auf regelmässige Niederschläge angewiesen.
  • Wiesenrispe hat eine lange Keimdauer von 14-28 Tagen. Darum ist sie bei der Anfangsentwicklung konkurrenzschwach. Mit der Highspeedbehandlung wird die Keimdauer um bis zu 10 Tagen beschleunigt. So wird die Wiesenrispe in ihrer Jugendentwicklung unterstützt, damit sie sich ausreichend im Bestand etablieren kann.
  • Die Wiesenrispe ist ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Mischungen. Damit sie sich trotz Highspeedbehandlung ausreichend etablieren kann, muss sie nach der Saat und im ersten Hauptnutzungsjahr jeweils früh geschnitten werden. Die Beweidung oder eine häufige Nutzung fördert sie ebenfalls. Wiesenrispe bei der Ansaat möglichst flach säen.
  • Um hohe Futtererträge zu erreichen, ist eine ausreichende Düngung wichtig. Die Gülleverträglichkeit dieser Mischung ist sehr gut.
  • Diese Mischung ist feinblättrig und blattreich. Das macht sie sehr nutzungselastisch, auch in den Sommeraufwüchsen.
  • In futterwüchsigen Gebieten können fünf bis sieben Weideumgänge pro Jahr eingeplant werden.
  • Der Standort dieser Mischung muss raigrasfähig sein.
  • Die ideale Saattiefe liegt bei 1-2cm. Flach- und Streusaaten sind hitze- und trockenheitsanfällig und daher bei entsprechenden Saatterminen nicht zu empfehlen. Bei Drillsaaten kann die Saat mit je der halben Saatmenge in zwei Durchgängen erfolgen. Somit erreicht man eine auflaufsichere Drillsaat mit optimaler Saatgutverteilung und somit eine schnellere dichte Grasnarbe. In jedem Fall anschliessend walzen.
  • Die Aussaat erfolgt ab Mitte März bis Mitte September, damit sich die langsameren Arten gut entwickeln können. Eine Aussaat während Hitzeperioden sollte vermieden werden, da kleine, auflaufende Pflänzchen in der starken Sonneneinstrahlung schnell verbrennen. So kann sich die Mischung nicht wie gewünscht entwickeln, sie bleibt lückig.
  • Bei Frühjahressaaten kann Sommerhafer (500-750g/Are) als Deckfrucht beigemischt werden. So kann eine schnellere Bodenbedeckung erreicht und schneller erstes Futter geerntet werden. Aber Achtung, die Deckfrucht konkurrenziert die langsam auflaufenden sowie ausdauernden Arten (Wiesenrispe, Weissklee, Rotschwingel). Darum muss eine Mischung mit Deckfrucht unbedingt früh geschnitten werden, so dass diese langsamen Keimlinge nicht überwachsen werden. In jedem Fall (mit oder ohne Deckfrucht) ist ein früher erster Schnitt 4-5 Wochen nach der Saat bei einer Bestandeshöhe von ca. 20cm zwingend nötig, um die Bestockung der Gräser anzuregen, sowie Licht und Platz in den Bestand zu bringen.
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